Ge Ru-jun legt US-Dollar-Stablecoin-Devisenreserven an, und EZB-Gouverneur Yang Jin-long gibt nach: „Zeit und Raum werden sich ändern.“

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Sollte Taiwan Stablecoins in seine nationale strategische Reserve aufnehmen, löst derzeit im Legislativ-Yuan eine Debatte aus. Der Abgeordnete Ge Ru-jun schlägt vor, dass die Zentralbank prüfen könnte, einen kleinen Teil der Devisenreserven so zu konfigurieren, dass auch „US-Dollar-Stablecoins“ einbezogen werden. Der Vorsitzende der Zentralbank, Yang Chin-long, antwortete darauf: Der Standpunkt, Bitcoin oder Stablecoins in die Devisenreserven aufzunehmen, „hat sich bislang nicht geändert“, räumte jedoch zugleich ein: „Zeit und Raum werden sich ändern“. In Zukunft werde man je nach dem gesamten Finanzumfeld und dem Bedarf an politischen Maßnahmen anpassen.

Ge Ru-jun brachte in seiner Interpellation Stabilcoin-Reserven zur Sprache, worauf Yang Chin-long sagte: „Zeit und Raum werden sich ändern“.

Der technologiepolitische Abgeordnete Ge Ru-jun wies in seiner Interpellationsrede darauf hin, dass die Zentralbank neben Bitcoin auch prüfen könne, einen kleinen Teil der Devisenreserven so zu konfigurieren, dass „US-Dollar-Stablecoins“ einbezogen werden, und zwar als Instrument zur Risikostreuung und als finanzielles Notfall-Backup. Er betonte, Stablecoins verfügten über Eigenschaften wie schnelle grenzüberschreitende Übertragungen und eine sofort einsatzfähige digitale Umgebung; in extremen Szenarien könnten sie die Einschränkungen traditioneller US-Dollar- und Goldanlagen hinsichtlich Liquidität und Zugänglichkeit möglicherweise ausgleichen.

Ge Ru-jun führte weiter aus, dass Taiwan sich in einer besonderen geopolitischen Lage befinde. Falls es zu einer Seeblockade oder einer Behinderung des Finanzsystems komme, könnten traditionelle Vermögenswerte wie US-Dollar-Einlagen Schwierigkeiten bei der Übertragung haben; Stablecoins hingegen seien als On-Chain-Vermögenswerte stärker tragbar und verfügten über eine höhere Fähigkeit zur sofortigen Abwicklung.

Er vertrat die Ansicht, die Zentralbank könne mit einem Ansatz in Form von „kleinen Beträgen, Pilotprojekten“ einsteigen, statt die bestehende Struktur der Devisenreserven in großem Umfang zu verändern. Darüber hinaus führte er internationale Beispiele an, wonach unter anderem Länder wie die USA, El Salvador und Bhutan auf unterschiedliche Weise bereits Krypto-Vermögenswerte hielten oder darauf setzten; dies zeige, dass dieses Thema inzwischen auf Ebene der nationalen Strategie angekommen sei.

In Antwort darauf reagierte der Vorsitzende der Zentralbank, Yang Chin-long: Der Standpunkt, Bitcoin oder Stablecoins in die Devisenreserven aufzunehmen, „hat sich bislang nicht geändert“, räumte jedoch zugleich ein: „Zeit und Raum werden sich ändern“. In Zukunft werde man je nach dem gesamten Finanzumfeld und dem Bedarf an politischen Maßnahmen anpassen.

Warum Taiwan seinen eigenen US-Dollar-Stablecoin ausgeben sollte

Im Unterschied zur vorsichtigen Haltung auf der Politikseite betrachtete der stellvertretende Vorsitzende der Taiwanischen FinTech-Vereinigung, Wen Hong-jun, dieses Thema aus einer offeneren Perspektive. Er sagte, die Debatte über stabile strategische Reserven berühre im Grunde die Wahl zwischen Taiwans regionaler Geopolitik und finanzieller Souveränität.

Wen Hong-jun führte aus, wenn Taiwan Stablecoins in US-Dollar-Form bereitstellen würde, entspräche dies in der Praxis einer weiteren Bindung des Finanzsystems an die USA. Das sei nicht nur ein Problem der Vermögensallokation, sondern auch eine Fortsetzung der geopolitischen Position. Er erinnerte daran, dass er in der Vergangenheit die Strategie „Dollar+1“ vorgeschlagen habe. Dabei sei er der Meinung gewesen, Taiwan solle darüber nachdenken, über das bestehende Dollarsystem hinaus mehr unterschiedliche Finanzoptionen aufzubauen, um die gesamte Widerstandsfähigkeit zu erhöhen.

Er betonte außerdem, dass Taiwan als exportorientierte Volkswirtschaft mit Halbleitern als Kern im Wesentlichen bereits stark dollarisiert sei. Sobald in einem extremen Szenario etwas eintrete, etwa wenn das Finanzsystem versagt oder der Kapitalfluss eingeschränkt wird, könnten Stablecoins zu einer Art „mobilisierbarem Vermögenswert für den Kriegsfall“ werden und als Plan B für Vermögensübertragung und Wertaufbewahrung dienen. Gleichzeitig wies er jedoch darauf hin, dass gängige Stablecoins wie USDT und USDC weiterhin unter der Kontrolle der jeweiligen Emittenten stünden und daher ein Risiko bestehe, eingefroren oder sanktioniert zu werden.

Daher argumentierte Wen Hong-jun, Taiwan solle weiter darüber nachdenken, einen „selbstbestimmten und kontrollierbaren US-Dollar-Stablecoin“ auszugeben. Insbesondere in Verbindung mit dem internationalen Abwicklungsbedarf der Halbleiter- und KI-Branche könne man die Abwicklungsrechte für Schlüsselindustrien erlangen; das sei die eigentliche Ausweitung der Finanzsouveränität. Allerdings gab er auch zu, dass US-Dollar-Stablecoins selbst weiterhin mit den USA gebunden seien; die wirklich unabhängige und neutrale Option bleibe weiterhin die Bitcoin-Reserve.

In der Logik der Vermögensallokation schlug Wen Hong-jun ein Zwei-Schienensystem aus „Anerkennungs-Vermögenswerten“ und „Überlebens-Vermögenswerten“ vor: Erstere umfassten US-Staatsanleihen, Devisen und Stablecoins und seien auf der Voraussetzung aufgebaut, dass die internationale Ordnung normal funktioniert. Letztere umfassten Bitcoin, Gold und wichtige Güter, um auf extreme Risiken und Szenarien eines Systemausfalls zu reagieren. Seiner Meinung nach sollte eine wirklich widerstandsfähige nationale Reservestrategie nicht zwischen diesen beiden Optionen entweder oder wählen, sondern beide zugleich allokieren, um ein „Finanzsystem im Normal- und Kriegsfall parallel“ zu bilden.

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