US-Aktien: Lichtkommunikations-Branche schießt stark nach oben, kann der Aufwärtstrend in Taiwan anhalten? AAOI legt um über 24% zu, LITE wird in den Nasdaq-100 aufgenommen

ChainNewsAbmedia

Gestern zeigte die US-Börse erneut, wie die „Tech-/Sektor-Therapien“ im Bereich der Glasfaser- und Lichtkommunikation wieder einen kollektiven „Sprung nach oben“ auslösen können: Applied Optoelectronics (AAOI) stieg um 24,14% auf einen Schlusskurs von 184,9 US-Dollar; Lumentum (LITE) legte um 16,52% zu und schloss bei 1.053,09 US-Dollar. Als Hinweis steht dabei: Am 18.5. soll LITE in den Nasdaq-100 aufgenommen werden; Coherent (COHR) stieg um 13,2% auf 379,69 US-Dollar. Der Markt erwartet außerdem, dass die Lichtkommunikations-„Chips“ nach dem Handelsstart in Taiwan den Aufwärtstrend fortsetzen könnten.

Aktie Ticker Kursanstieg Schlusskurs (US-Dollar) Hinweis Applied Optoelectronics AAOI 24,14% 184,9 Lumentum LITE 16,52% 1.053,09 18.5. in den Nasdaq-100 aufgenommen Coherent COHR 13,2% 379,69

Bemerkenswert ist, dass diese Aufwärtsbewegung erst dadurch ausgelöst wurde, dass die Branche am 7.5. nach AAOI-Zahlen noch einmal kräftig abverkauft wurde und die zuvor realisierten Gewinne schnell wieder „weggespült“ wurden (AAOI -14%, COHR -10%, LITE -7%), bevor es sich rasch in eine V-Erholung drehte.

Katalysator für den großen Glasfaser-Ausbruch: Drehbuchwechsel nach „Fehlinterpretation“ der Quartalszahlen

Der massive Schub bei den Glasfaser-/Lichtkommunikationswerten ist im Kern eine „zweite Neubewertung“ nach einer übermäßigen Marktreaktion. AAOI veröffentlichte nach Börsenschluss am 7.5. den Q1-Bericht. Daraufhin kam es zunächst zu einem Verkaufsdruck, weil die Bruttomarge und der Umsatz auf den ersten Blick „schwächer als erwartet“ wirkten. Der Händler Serenity zerlegte direkt den Inhalt der Telefonkonferenz, woraufhin der Markt erkannte, dass die zentrale Story sich gar nicht verändert hatte. Der Kern liegt nicht in nachlassender Nachfrage, sondern darin, dass die Kapazitäten der Nachfrage hinterherhinken—und genau das löste den V-förmigen Rebound am 11.5. aus.

Die „echten Bullen-Signale“ aus dem AAOI-Bericht wurden vom Markt zunächst falsch abgeschlagen

AAOI erzielte im Q1 einen Umsatz von 1,511 Milliarden US-Dollar, die Non-GAAP-Bruttomarge lag bei rund 29,2%. Die Daten wirkten oberflächlich schwach, doch das Management nannte offen die Ursache: Produktionskapazitätsbeschränkungen sowie steigende Produktionskosten in der Anfangsphase beim Hochfahren von 800G-Produkten—nicht eine Abschwächung der Nachfrage. Drei zentrale Signale aus der Telefonkonferenz:

Die 800G-Monatskapazität liegt bereits bei 100.000 Stück

Ab Q3 werden die zusätzlichen Kapazitäten schrittweise in Betrieb genommen, wodurch Umsatz und Bruttomarge sich „deutlich“ verbessern sollen.

Die Prognose für Q2 beim Umsatz liegt bei 1,80 bis 1,98 Milliarden US-Dollar; die Dynamik beschleunigt sich im Quartalsvergleich spürbar—passend zum Zeitplan „wenn der Kapazitätsengpass gelöst wird“.

Das Management machte zudem klar, dass sich die Nachfrage nach 800G und 1,6T-Optikmodule „bis Mitte 2027“ weiterhin über der Kapazität bewegen wird. Das bedeutet: In den kommenden 18 Monaten besteht im Grunde kein Risiko, dass die Nachfrage „kippt“—es geht dann vor allem darum, wer schneller ausbauen kann und wer liefern kann.

Lumentum hat die These „Kapazitätsengpass“ bereits vorab bestätigt

Lumentum veröffentlichte am 5.5. die Zahlen: Der Quartalsumsatz lag bei 8,084 Milliarden US-Dollar, das entspricht einem Anstieg von 90,1% im Jahresvergleich. Die Non-GAAP-Bruttomarge sprang auf 47,9%, die operative Marge lag bei 32,2%. Die Non-GAAP-EPS erreichten 2,37 US-Dollar. Für FY26Q4 wurde die Prognose nach oben angepasst: Umsatz 9,60 bis 10,10 Milliarden US-Dollar, Non-GAAP-EPS 2,85 bis 3,05 US-Dollar. CEO Hurlston erklärte, dass extrem große Cloud-Kundenaufträge die Kapazität „bis 2028“ gesichert hätten; die EPS-Zielmarke für 2028 liegt bei bis zu 30 US-Dollar.

Das Fazit von Lumentum ist sehr direkt: Man verkauft, was man produziert. Der AAOI-Bericht hat danach exakt dasselbe Drehbuch bestätigt. Das ist keine Einzelfall-Story eines einzelnen Unternehmens, sondern ein gemeinsames Angebots-Nachfrage-Mismatch in der gesamten Lichtkommunikationsbranche.

Die Essenz der Lichtkommunikationswerte ist identisch mit allen 2027-exponentiell wachsenden Titeln: Wie Serenity sagte, sollten die aktuellen Finanzkennzahlen nicht im Mittelpunkt stehen—entscheidend sind vielmehr die Nachfrageausblicke der extrem großen Cloud-Kunden und der Zeitplan für das Hochfahren der Kapazitäten. Der starke Ausbruch am 11.5. an der US-Börse ist das Signal, dass der Markt den Bewertungsanker endlich von „Q1-Bruttomarge“ auf „die 2027er-Kapazitätskurve“ umstellt.

Der Beitrag „Lichtkommunikationswerte an der US-Börse schießen stark—könnte die Taiwan-Börse den Trend fortsetzen? AAOI steigt um über 24%, LITE wird frühestens in den Nasdaq-100 aufgenommen“ erschien zuerst bei Chain News ABMedia.

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