Krypto-Absturz sorgt für Schockwellen auf den Märkten für digitale Vermögenswerte, da die Stimmung sich ins Negative kehrt

Der Kryptowährungsmarkt erlebte diese Woche einen erheblichen Absturz bei mehreren wichtigen Token, wobei Händler mit dem plötzlichen Wechsel von euphorischer Positionierung zu vorsichtiger Risikomanagement konfrontiert wurden. Der Verkaufsdruck setzte sich bereits den dritten Tag in Folge fort und deutet auf einen möglichen Wendepunkt in der Marktdynamik hin, nach einer außergewöhnlich starken Rallye, die die vorangegangenen Wochen dominierte.

Bitcoin fiel in den letzten 24 Stunden um 4,2% und wird derzeit bei etwa 68.220 US-Dollar gehandelt, während Altcoins noch stärkere Verluste erlitten. Solana’s SOL erholte sich um 7,69%, Ethereum stieg um 7,83%, Cardanos ADA sprang um 11,01% und Dogecoin erholte sich in den letzten Kursen um 8,72% – wobei diese Erholungen jeweils auf tiefere Verluste zuvor folgten. Der breitere CoinDesk 20 Index, der die größten Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung verfolgt, verzeichnete während der akuten Verkaufsphase einen Rückgang um 5,5%.

Der perfekte Sturm: Politische Änderungen treffen auf übermäßigen Optimismus

Der Krypto-Absturz beschleunigte sich nach hawkischen Signalen aus der jüngsten geldpolitischen Sitzung der Federal Reserve. Fed-Chef Jerome Powell deutete an, dass in den kommenden Jahren weniger Zinssenkungen erwartet werden als vom Markt angenommen, was einen breit angelegten Verkaufsdruck auf Risikoanlagen auslöste. Die Reaktion des Marktes ging über Kryptowährungen hinaus, mit traditionellen Aktien wie dem Nasdaq, das um 3,5% einbrach, und dem S&P 500, das um 2,9% fiel.

Das in Singapur ansässige Handelsunternehmen QCP Capital führte den Marktcrash auf mehr als nur hawkische Politik zurück. „Die Ursache lag nicht nur in der 25-Basispunkte-Zinssenkung der Fed, sondern vielmehr in der extrem bullishen Positionierung des Marktes, die sich in den letzten Monaten aufgebaut hatte“, erklärte QCP in ihrer Marktübertragung. „Seit der Wahl haben Risikoanlagen eine einseitige Rally erlebt, was die Märkte anfällig für Schocks macht. Die Revision des Dot-Plots, die nur zwei Zinssenkungen für 2025 signalisiert – im Vergleich zum Marktkonsens von drei –, verstärkte die Panikverkäufe“, fügte man hinzu. Dieses Missverhältnis zwischen Erwartungen und Realität kristallisierte die übermäßige Optimismus heraus, der sich im System angesammelt hatte.

Liquidationsketten und Leverage-Unwind

Der Krypto-Absturz löste Kaskadeneffekte durch gehebelte Positionen aus. Innerhalb eines einzigen 24-Stunden-Zeitraums wurden über 890 Millionen US-Dollar an Long- und Short-Liquidationen ausgelöst, da Händler gezwungen waren, Positionen zu ungünstigen Kursen zu schließen. Dieser erzwungene Verkauf erzeugte zusätzlichen Abwärtsdruck und verwandelte den anfänglichen Krypto-Absturz in eine breitere Marktroute, die selbst erfahrene Teilnehmer überraschte.

Ein technischer Bounce trotz struktureller Fragen

Nach Wochen des Verkaufsdrucks erholte sich Bitcoin stark auf etwa 69.000 US-Dollar, was entsprechende Erholungen bei Altcoins wie ETH, SOL, DOGE und ADA sowie kryptobezogenen Aktien auslöste. Marktanalysten rieten jedoch zur Zurückhaltung bei der Interpretation dieses Bounces als Trendwende. Laut Joel Kruger von der LMAX Group scheint die Erholung eher durch technische Positionierungen und das Quetschen von Short-Positionen getrieben zu sein, anstatt durch fundamentale Katalysatoren. „Dies ist ein Erleichterungsanstieg, der durch dünne Liquidität und bärische Positionierung getrieben wird, nicht durch frisches Kaufinteresse“, warnte Kruger.

Joshua Lim von FalconX bemerkte, dass bestimmte Fonds opportunistisch in Volatilitäts-Leverage-Strategien und Optionsstrategien rotieren, was auf taktische Positionierungen und nicht auf langfristiges Vertrauen hindeutet. Damit Bitcoin einen nachhaltigen Aufwärtstrend etabliert, müssen kritische Widerstandsniveaus bei etwa 72.000 und 78.000 US-Dollar durchbrochen und konsequent gehalten werden.

Saisonalität und historischer Kontext: Die Santa Claus Rally-Frage

Der Krypto-Absturz fällt in eine Phase, die historisch saisonale Aufwärtsbewegungen für Bitcoin mit sich bringt. Dezember gilt traditionell als ein bullischer Monat für den Vermögenswert, mit einem Muster, das umgangssprachlich als „Santa Claus Rally“ bekannt ist. Betrachtet man acht Jahre Daten seit 2015, schloss Bitcoin den Dezember in sechs Fällen im Plus, mit Gewinnen von mindestens 8% bis hin zu 46% im außergewöhnlichen Jahr 2020.

Dieses saisonale Muster spiegelt zyklisches Verhalten in den breiteren Märkten wider: Gewinnmitnahmen rund um die Steuerzeiten im April und Mai belasten typischerweise die Assetpreise, während November und Dezember vor der Feiertagssaison eine erhöhte Nachfrage verzeichnen, was die Bewertungen nach oben treibt. Der aktuelle Krypto-Absturz widerspricht daher diesen saisonalen Trends und deutet darauf hin, dass makroökonomische Gegenwinde derzeit die traditionelle Jahresenddynamik überwiegen.

Der Markt steht nun an einem Scheideweg: Enttäuschungen bei der Politik und exzessive Hebel haben einen erheblichen Krypto-Absturz ausgelöst, doch technische Erholungen deuten auf eine mögliche Stabilisierung hin. Ob die Bewertungen eine nachhaltige Basis finden oder ob weitere Kapitulationen folgen, hängt davon ab, wie schnell sich die Stimmung wieder einpendelt und ob gewinnbezogene Flows in den kommenden Wochen Unterstützung bieten.

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