Stammaktionäre vs. Vorzugsaktionäre: In welche Investition sollten Sie im Jahr 2026 investieren?

Oftmals stehen thailändische Investoren vor demselben Problem: Sie haben Ersparnisse angesammelt, sehen Aktien mit Vorzugsrechten, die gute Dividenden zahlen, wenig Risiko scheinen, und denken, das ist sicher. Doch beim Verkauf stellen sie fest: “Es gibt keinen Käufer” oder sie müssen zu einem deutlich niedrigeren Preis verkaufen. Gleichzeitig steigen die Investitionen der geduldigen Stammaktionäre, die ihre Aktien lange halten, oft exponentiell. Heute klären wir, wie wichtig die Unterschiede zwischen Stammaktien und Vorzugsaktien sind und welche Wahl die richtige ist.

Stammaktien: Das Werkzeug zum Vermögensaufbau, aber mit Risiko

Einfach gesagt: Der Besitz von Stammaktien bedeutet: “Ich bin Miteigentümer dieses Unternehmens.” Du bist kein Angestellter, kein Gläubiger. Du bist “Eigentümer”, der Risiko und Gewinn mit anderen Aktionären teilt.

Das Attraktivste an Stammaktien ist das “Unbegrenzte Aufwärtspotenzial”: Wenn das Unternehmen wächst, kann der Aktienkurs um das Zehn- oder Hundertfache steigen – ohne Obergrenze. Auch Dividenden steigen proportional zum Gewinn. Das ist der Grund, warum Investoren wie Warren Buffett Stammaktien lieben: Sie sind das mächtigste Instrument im kapitalistischen System.

Aber: “Höherer Gewinn bedeutet auch höheres Risiko.” Stammaktionäre stehen an der “untersten Ebene” der Kapitalstruktur. Das heißt: Bei Insolvenz erhält zuerst das Fremdkapital, die Gläubiger und Vorzugsaktionäre ihr Geld zurück. Der verbleibende Rest, oft null, fällt an die Stammaktionäre. Oft ist dieser “Rest” sogar null.

Und noch etwas: Die Macht. Mit 1 Aktie hast du 1 Stimmrecht bei der Hauptversammlung. Du kannst Vorstände wählen, die Richtung des Unternehmens kontrollieren – echtes Mitspracherecht.

Vorzugsaktien: Erwartete Cashflows, aber mit Vorbehalt

Vorzugsaktien sind eine Mischform zwischen Anleihen (Bonds) und Stammaktien. Beide sind rechtlich Eigentum, aber in der Praxis ähneln sie Gläubigern: Sie gewähren eine feste, regelmäßige Cashflow-Entnahme, ähnlich Zinsen.

Das Besondere an Vorzugsaktien: Du erhältst Dividenden vor den Stammaktionären, meist fix, z.B. 5% oder 7% jährlich, ähnlich Zinsen auf Anleihen. Bei hohen Verlusten des Unternehmens bekommst du dein Kapital vor den Stammaktionären zurück. Der Kurs der Vorzugsaktien schwankt innerhalb eines engeren Rahmens und ist weniger spekulativ.

Vorsicht bei bestimmten Vorzugsaktien: Kumulative, wandelbare, kündbare

Vorzugsaktien sind nicht alle gleich. Es gibt verschiedene Arten:

Kumulative vs. Nicht-kumulative:
Wenn das Unternehmen in einem Jahr keine Dividende zahlt, weil es Verluste gibt:

  • Kumulative Vorzugsaktien sammeln die ausstehende Dividende auf und zahlen sie nach, sobald das Unternehmen wieder Gewinne macht.
  • Nicht-kumulative Vorzugsaktien verlieren die Dividende für dieses Jahr, ohne Nachzahlung.

Wandelbar (Convertible):
Manche Vorzugsaktien können in Stammaktien umgewandelt werden, meist nach einem festgelegten Verhältnis. Wenn die Stammaktien stark steigen, kannst du deine Vorzugsaktien in Stammaktien tauschen und so vom Wachstum profitieren.

Kündbar (Callable):
Das Unternehmen kann die Vorzugsaktien nach einer bestimmten Frist zurückkaufen, z.B. nach 5 Jahren. Das passiert oft, wenn die Marktzinsen sinken, das Unternehmen günstiger neue Schulden aufnehmen möchte und die alten Vorzugsaktien teuer sind. Du verlierst dann die Chance auf zukünftige hohe Dividenden.

Die wichtigsten Unterschiede: 6 Punkte, die Investoren kennen sollten

Punkt Stammaktien Vorzugsaktien Bedeutung
Kapitalstruktur Unterste Ebene Mittlere Ebene Vorzugsaktien sind sicherer in Krisen
Stimmrechte Vollständig Eingeschränkt oder keine Stammaktionäre kontrollieren das Unternehmen
Dividenden Variabel, abhängig vom Gewinn Fix, vorhersehbar Vorzugsaktien bieten planbare Erträge
Dividendenansprüche Nicht kumulativ Oft kumulativ Schutz bei Nichtzahlung
Wachstumspotenzial Unbegrenzt Begrenzt Stammaktien für Wachstum, Vorzugs für stabile Erträge
Zins-/Dividendenempfindlichkeit Mittel Hoch (umgekehrt proportional zu Zinsen) Steigende Zinsen → Kurs der Vorzugsaktien sinkt

Wenn die Marktzinsen steigen, fliehen Investoren aus Vorzugsaktien in festverzinsliche Anlagen. In Zeiten hoher Zinsen fallen Vorzugsaktienkurse.

Warum Unternehmen Vorzugsaktien ausgeben

Manche denken nur an sich selbst, aber aus Unternehmenssicht ergeben sich Gründe:

  1. Macht erhalten: Gründer wollen Kapital aufnehmen, ohne Stimmrechte abzugeben. Vorzugsaktien gewähren kein Stimmrecht, schützen also die Kontrolle.

  2. Bilanzen schönfärben: Vorzugsaktien zählen in der Regel zum Eigenkapital, nicht zu Schulden. Das verbessert die Eigenkapitalquote.

  3. Flexibilität: Dividenden auf Vorzugsaktien können verschoben werden, ohne dass das Unternehmen in Verzug gerät. Bei Schulden ist das nicht möglich.

4 Investoren-Typen und passende Strategien

Es gibt kein “bestes” Investment, nur das, das zu dir passt:

  • Spekulant (Trader): Will kurzfristige Kursgewinne, keine Dividenden.
    Wahl: CFDs oder gehebelter Handel auf Mitrade.
    Grund: Hohe Volatilität, Short-Positionen, Hebel.

  • Einkommenssucher: Will regelmäßige Erträge, z.B. im Ruhestand.
    Wahl: Vorzugsaktien mit hoher Liquidität oder globale ETFs.
    Grund: Planbare Dividenden, ähnlich Zinsen, oft höher als Sparbuch.

  • Langfristiger Wertinvestor: Glaubt an nachhaltiges Wachstum.
    Wahl: Stammaktien mit solider Basis.
    Grund: Langfristiges Vermögenswachstum, Dividenden als Bonus.

  • Fortgeschrittener Investor: Will Risiko steuern, diversifizieren.
    Wahl: Mischung aus Stamm- und Vorzugsaktien, ggf. Derivate.
    Grund: Wachstum plus Absicherung, z.B. Futures oder CFDs auf Mitrade.

Lektionen aus Fehlern: SCB-P, KTB-P, RABBIT-P

Strukturen ändern sich, Liquidität verschwindet:

  • SCB-P: Die Bank SCB fusionierte mit SCBx. Die Vorzugsaktionäre (SCB-P) konnten wählen, ob sie in SCBx umwandeln. Wer nicht umwandelt, wird delisted und kann kaum noch handeln.

  • KTB-P: Obwohl KTB (Stammaktien) täglich hohe Volumina hat, sind die Vorzugsaktien (KTB-P) kaum handelbar, manchmal nur wenige Stück pro Tag. Bei großen Käufen besteht die Gefahr, keinen Käufer zu finden oder den Preis stark zu drücken.

  • RABBIT-P: Vorzugsaktien der RABBIT-Gruppe (ehemals U City) haben komplexe Bedingungen: feste Dividenden, Umwandlungsrechte 1:1, mögliche Stimmrechtskürzungen bei Dividendenzahlung. Ohne Verständnis der Umwandlungsparität (Conversion Parity) kann man falsche Entscheidungen treffen.

Gemeinsame Lektion: Vorzugsaktien sind nicht dauerhaft stabil. Liquidität kann schwinden, und bei großen Unternehmensereignissen kann die Eigentümerstruktur neu ausgerichtet werden.

Risiken bei steigenden Zinsen und sinkender Liquidität

Vorzugsaktien erscheinen sicher, haben aber zwei Seiten:

  • Liquiditätsrisiko: Wie bei KTB-P kann es schwierig werden, Vorzugsaktien zu verkaufen.

  • Zinsrisiko: Steigende Zinsen führen zu fallenden Kursen, weil Investoren lieber in festverzinsliche Anlagen wechseln.

  • Call-Risiko: Bei fallenden Zinsen kann das Unternehmen die Vorzugsaktien zurückkaufen und neue mit niedrigerer Dividende ausgeben, was dich um zukünftige Erträge bringt.

  • Leverage-Risiko: Bei Handel mit Hebel (z.B. auf Mitrade) kannst du Gewinne maximieren, aber auch Verluste. Immer Stop-Loss setzen.

Schnelle Entscheidung: Die richtige Wahl für dich

Letztlich ist die Frage nicht, was das “beste” ist, sondern was am besten zu deinen Zielen passt:

  • Für starkes Wachstum und hohe Volatilität: Stammaktien.
  • Für stabile Cashflows: Vorzugsaktien (bei guter Liquidität).
  • Für langfristigen Vermögensaufbau: Stammaktien.
  • Für Risikomanagement und Diversifikation: Mischungen, z.B. Stammaktien plus Derivate auf Mitrade.

Die Investmentwelt ist größer, als du denkst. Recherchiere gründlich, prüfe die Liquidität, beachte Zinsrisiken und nutze bei Bedarf Hebel-Tools wie CFDs auf Mitrade, um dein Vermögen zu steuern. So wächst dein Vermögen nachhaltig.

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