Wie man mit dem Forex-Handel beginnt? Forex-Handbuch für Anfänger

Forex (Devisenhandel) gilt als der größte Finanzmarkt der Welt, mit einem täglichen Handelsvolumen von über 7,5 Billionen US-Dollar. Daher bietet der Forex-Markt auch Privatanlegern die Möglichkeit, durch Schwankungen der Wechselkurse Gewinne zu erzielen. Die häufig gestellte Frage lautet: Wie beginnt man mit dem Forex-Handel, wenn man noch Anfänger ist? Dieser Artikel führt Schritt für Schritt in den Forex-Handel ein, erklärt, was man wissen sollte, und worauf man achten und was man vermeiden sollte, wenn man in die globale Welt des Währungshandels einsteigt.

Was man vor dem Start wissen sollte: Wichtige Grundlagen des Forex

Der Forex-Handel besteht darin, Fremdwährungen zu kaufen und zu verkaufen, um von Veränderungen der Wechselkurse zu profitieren. Das unterscheidet sich vom Aktienmarkt, bei dem einzelne Wertpapiere gehandelt werden. Im Devisenmarkt ist es wichtig zu verstehen, dass Währungen keinen absoluten Wert haben, sondern nur im Vergleich zu anderen Währungen. Dies nennt man „Währungspaare“ (Currency Pairs).

Zum Beispiel bedeutet der Kauf des Währungspaares EUR/USD zu einem Kurs von 1,10, dass Sie 1 Euro gegen 1,10 US-Dollar tauschen. Die erste Währung (EUR) wird als Basiswährung (Base Currency) bezeichnet, die zweite Währung (USD) als Kurswährung (Quote Currency). Dieses Verständnis ist entscheidend für die Wahl der Handelsrichtung.

Der Forex-Markt bietet mehrere Vorteile, die Trader anziehen: Erstens sorgt die hohe Liquidität dafür, dass Sie leicht Ein- und Ausstieg in Positionen finden. Zweitens ist der Markt fast rund um die Uhr geöffnet, fünf Tage die Woche, sodass Sie flexible Handelszeiten wählen können. Drittens können Sie sowohl in Aufwärts- als auch in Abwärtstrends Gewinne erzielen, was mehr Flexibilität bei der Entwicklung von Strategien ermöglicht.

Die passenden Forex-Handelsoptionen für Ihr Erfahrungsniveau

Privatanleger können auf drei Hauptwegen im Forex handeln. Die Wahl hängt von Ihrem Kapital, Ihrer verfügbaren Zeit und Ihrer Risikobereitschaft ab.

Option 1: Spot-Handel (Echthandel) – Dies ist die einfachste Methode. Sie tauschen eine Währung gegen eine andere und warten, bis sich der Wechselkurs zu Ihren Gunsten verändert. Diese Methode erfordert jedoch viel Kapital und hat hohe Spreads, weshalb sie für Anleger mit begrenztem Budget weniger geeignet ist.

Option 2: Futures-Kontrakte – Hierbei handelt es sich um standardisierte Verträge an offiziellen Finanzmärkten, z.B. die TFEX in Thailand oder die CME in den USA. Diese bieten hohe Liquidität und regulatorischen Schutz, erfordern aber in der Regel größere Anfangsinvestitionen, da die Kontraktgrößen groß sind.

Option 3: CFDs (Contracts for Difference) – Diese Derivate erlauben es Tradern, von Preisunterschieden zu profitieren, ohne die tatsächlichen Währungen zu besitzen. CFDs sind bei Einsteigern sehr beliebt, weil sie mit geringem Kapital gehandelt werden können, flexibel sind und fast rund um die Uhr verfügbar sind. Allerdings verwenden CFDs oft Hebel, was das Risiko erheblich erhöht.

Welche Währungspaare sind für Sie geeignet?

Anfänger sind oft unsicher bei der Auswahl der Währungspaare. Dabei sollten folgende Faktoren berücksichtigt werden:

Erster Punkt: Liquidität – Währungspaare mit hohem Handelsvolumen haben enge Spreads (Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs). Für Einsteiger sind „Major Pairs“ wie EUR/USD, USD/JPY und GBP/USD am besten geeignet, da sie die höchste Liquidität aufweisen.

Zweiter Punkt: Volatilität – Zu geringe Volatilität bedeutet wenig Gewinnchancen, zu hohe Volatilität erschwert das Risikomanagement. Anfänger sollten Paare mit moderater Volatilität wählen.

Dritter Punkt: Handelszeiten – Obwohl der Devisenmarkt 24 Stunden geöffnet ist, variieren die Liquidität und Volatilität je nach Tageszeit. EUR/USD ist während der europäischen und US-Märkte am liquidesten, USD/JPY während der Tokio- und US-Handelszeiten.

Vierter Punkt: Nachrichtenlage – Der Devisenmarkt reagiert schnell auf wirtschaftliche Nachrichten und Entscheidungen der Zentralbanken. Wenn Sie die wichtigsten Nachrichten verfolgen möchten, wählen Sie Währungspaare, die von den großen Volkswirtschaften beeinflusst werden.

Wie man richtig mit Forex handelt: Schritt-für-Schritt-Anleitung für Anfänger

Wenn Sie die Grundlagen verstanden haben, können Sie mit diesen Schritten starten:

Schritt 1: Währungspaar und Broker auswählen – Wählen Sie ein Währungspaar, das den genannten Kriterien entspricht, und einen zuverlässigen Broker, z.B. Mitrade, der mehr als 60 Währungspaare anbietet.

Schritt 2: Preisanalyse durchführen – Nutzen Sie technische Analysetools auf der Plattform Ihres Brokers, um Trends zu erkennen. Verwenden Sie Charts, Bollinger-Bänder oder gleitende Durchschnitte, um Entscheidungen zu treffen.

Schritt 3: Position eröffnen – Wenn Sie ein klares Signal sehen, platzieren Sie eine Kauf- oder Verkaufsorder. Wenn Sie glauben, dass die Währung steigen wird, setzen Sie eine Kauforder; bei Erwartung eines Rückgangs eine Verkaufsorder.

Schritt 4: Risikomanagement festlegen – Nutzen Sie Stop-Loss-Orders, um Positionen automatisch bei Verlusten zu schließen, und Take-Profit-Orders, um Gewinne bei Zielkursen zu sichern.

Schritt 5: Überwachen und anpassen – Beobachten Sie die Kursentwicklung und passen Sie Ihre Stop- und Limit-Orders bei Bedarf an. Nach einem erfolgreichen Trade sollten Sie Ihre Ergebnisse analysieren, um daraus zu lernen. Warren Buffett betont, dass das Wiederholen erfolgreicher Strategien die Grundlage für langfristigen Erfolg ist.

Was man vermeiden sollte: Häufige Fehler beim Forex-Handel

Anfänger neigen dazu, in typische Fallen zu tappen. Achten Sie auf diese Fehler:

Fehler 1: Zu hoher Hebel – Ein hoher Hebel kann Gewinne vervielfachen, erhöht aber auch das Risiko enorm. Schon kleine Kursbewegungen können zu Totalverlust führen. Wählen Sie einen Hebel, der zu Ihrer Kapitalgröße und Risikobereitschaft passt.

Fehler 2: Keine Vorbereitung auf Volatilität – Wirtschaftliche Nachrichten, Zentralbanktreffen oder politische Ereignisse können Kurse schnell in die Höhe oder in den Keller treiben. Ohne geeigneten Schutz, z.B. Stop-Loss, riskieren Sie große Verluste.

Fehler 3: Übermäßiges Handeln – Zu häufiges Traden erhöht die Transaktionskosten (Spreads) und führt oft zu unüberlegten Entscheidungen. Handeln Sie nur bei klaren Signalen und mit einem vorher festgelegten Plan.

Fehler 4: Fehlendes Money-Management – Erfolgreiche Trader haben strenge Regeln, z.B. nur einen kleinen Prozentsatz ihres Kapitals pro Trade zu riskieren. Die Positionsgröße sollte so gewählt werden, dass Verluste das Konto nicht ruinieren.

Zusammenfassung

Der Einstieg in den Forex-Handel mag auf den ersten Blick komplex erscheinen. Mit soliden Grundkenntnissen, der richtigen Werkzeugauswahl und einem guten Plan können Sie jedoch erfolgreich starten. Der Devisenmarkt bietet die Möglichkeit, Strategien zu erproben, verschiedene Methoden zu testen und Gewinne zu erzielen. Der beste Weg ist, klein anzufangen, geduldig zu sein und aus Fehlern zu lernen. Denken Sie daran: Erfolg beim Trading basiert auf der Entwicklung funktionierender Strategien und deren konsequenter Wiederholung.

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